Ratgeber Aktualisiert 2026

Holzpellets vs. Heizöl 2026:
Kosten, CO2 & Umstieg

Welcher Brennstoff ist 2026 günstiger? Dieser Ratgeber liefert konkrete Zahlen: Preis pro kWh, Jahreskosten für ein 150-m²-Haus, Investitionsvergleich, Amortisationsrechnung, CO2-Bilanz und den aktuellen Stand der BAFA-Förderung.

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Pellets / kWh
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Heizöl / kWh
bis 70 %
BAFA-Förderung

1 Energiegehalt: Was steckt in einem Liter Heizöl und einem Kilogramm Pellets?

Brennstoffe lassen sich nur sinnvoll vergleichen, wenn man denselben Maßstab anlegt: die Kilowattstunde (kWh). Wer Liter mit Kilogramm gleichsetzt, rechnet falsch.

Brennstoff Heizwert Einheit Wirkungsgrad (modern)
Heizöl EL 10,0 kWh pro Liter 95–98 % (Brennwert)
Holzpellets ENplus A1 4,9–5,1 kWh pro Kilogramm 90–95 % (Brennwert)

Ein Liter Heizöl EL hat also einen mehr als doppelt so hohen Energieinhalt wie ein Kilogramm Pellets. Das bedeutet: Ein Haus, das bisher 3.000 Liter Heizöl im Jahr verbraucht, benötigt beim Umstieg auf Pellets rund 5.900–6.100 kg (etwa 6 Tonnen) pro Jahr.

Umrechnungsformel: 3.000 L Heizöl × 10 kWh/L = 30.000 kWh ÷ 5,0 kWh/kg = 6.000 kg Pellets

Die Wirkungsgrade moderner Kessel liegen bei beiden Brennstoffen sehr nah beieinander. Öl-Brennwertkessel erreichen 95–98 %, Pellet-Brennwertkessel 90–95 %. Dieser Unterschied fällt bei der praktischen Jahresrechnung kaum ins Gewicht.

2 Preis pro kWh 2026: Der direkte Vergleich

Der fairste Vergleich zeigt den Preis pro kWh nutzbarer Wärme. Im Jahr 2026 stellt sich die Lage so dar:

Brennstoff Marktpreis 2026 Preis pro kWh CO2-Abgabe enth.
Heizöl EL ca. 100–120 €/100 L 0,10–0,12 € Ja (55 €/t CO2)
Pellets ENplus A1 (6 t) ca. 290–400 €/t 0,06–0,08 € Nein (biogen)

Pellets sind im langjährigen Durchschnitt rund 30–40 % günstiger pro kWh als Heizöl. Ein wesentlicher Grund: Auf Holzpellets fällt keine CO2-Abgabe an, weil Holzverbrennung im Rahmen des nachwachsenden Kohlenstoffkreislaufs als biogen gilt. Heizöl unterliegt seit 2021 einer stetig steigenden CO2-Bepreisung, die 2026 bei 55 Euro pro Tonne CO2 liegt.

Hinweis zu Preisschwankungen

Heizölpreise reagieren direkt auf Rohölpreisänderungen und können binnen weniger Wochen um 20–30 % schwanken. Pelletpreise sind stabiler, zeigen aber saisonale Muster: Im Frühsommer (Mai–Juli) sind sie typischerweise 8–12 % günstiger als im Winterhalbjahr.

3 Jahreskosten für ein 150-m²-Haus

Ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 150 m² Wohnfläche hat einen Heizwärmebedarf von etwa 18.000 kWh pro Jahr (Richtwert nach GEG, mittlerer Energiestandard). Hinzu kommt Warmwasser, sodass der Gesamtbedarf bei rund 20.000–22.000 kWh liegt. Für diese Berechnung verwenden wir 18.000 kWh Nutzwärme als Basis.

Heizöl EL

Jahresbedarf 1.800 Liter
Preis (110 €/100 L) 1.980 €
Wartung pro Jahr 200 €
Gesamt pro Jahr ca. 2.180 €

Holzpellets ENplus A1

Jahresbedarf 3.600 kg
Preis (340 €/t) 1.224 €
Wartung pro Jahr 250 €
Gesamt pro Jahr ca. 1.474 €

Jährliche Ersparnis mit Pellets gegenüber Heizöl

ca. 700 €

bei einem Pelletpreis von 340 €/t und einem Heizölpreis von 110 €/100 L

Dieser Vergleich zeigt den Vorteil unter aktuellen Marktbedingungen. Bei einem Heizölpreis von 100 €/100 L und einem Pelletpreis von 400 €/t reduziert sich die Ersparnis auf rund 350 € pro Jahr. Bei einem Ölpreis von 120 €/100 L und Pelletpreisen von 300 €/t steigt sie auf über 900 €. Die Preisverhältnisse bleiben langfristig wegen der CO2-Abgabe zugunsten von Pellets.

4 Investitionskosten: Was kostet die neue Heizung?

Die Anschaffungskosten unterscheiden sich erheblich. Pelletheizungen sind in der Beschaffung teurer, profitieren aber von staatlichen Förderungen, die für Ölheizungen nicht existieren.

Kostenposition Ölheizung Pelletheizung
Kessel inkl. Einbau 6.000–10.000 € 12.000–18.000 €
Öltank / Pelletlager 1.000–3.000 € 2.000–5.000 €
Pufferspeicher (Pflicht bei Pellets) entfällt 1.500–3.000 €
Förderschnecke / Sauggebläse entfällt 500–1.500 €
Gesamtinvestition (brutto) 7.000–13.000 € 16.000–27.500 €
Nach BAFA-Förderung (Ø 40 %) keine Förderung 9.600–16.500 €

Ein moderner Öl-Brennwertkessel kostet in der Beschaffung also deutlich weniger. Durch die fehlende Förderung und die höheren Betriebskosten holt eine Pelletheizung den Investitionsnachteil aber über die Laufzeit auf. Ab 2026 darf zudem in vielen Fällen gar kein neuer Ölkessel mehr eingebaut werden.

5 Amortisationsrechnung

Die entscheidende Frage lautet: Wann hat man mit Pellets die höhere Anfangsinvestition durch Brennstoffersparnis wieder eingespart?

Rechenbeispiel: Umstieg von Öl auf Pellets

Mehrkosten Pelletheizung (nach Förderung 40 %)

Pellets ca. 13.000 € netto vs. Öl ca. 10.000 € brutto

ca. 3.000 €

Jährliche Brennstoffersparnis

bei 18.000 kWh/Jahr, Pellets 0,07 €/kWh, Öl 0,11 €/kWh

ca. 720 €

Mehrkosten Wartung Pellets

Asche, Reinigung, Gebläsewartung vs. Ölkessel

ca. 70 €

Netto-Ersparnis pro Jahr

ca. 650 €

Amortisationszeit bei diesem Szenario

ca. 5 Jahre

3.000 € ÷ 650 €/Jahr = 4,6 Jahre

Wer keine Förderung erhält oder in Vollkosten rechnet (Mehrkosten 8.000–15.000 € nach Förderung), kommt auf eine Amortisationszeit von 10–20 Jahren. Bei weiter steigenden CO2-Abgaben auf Heizöl und stabilen Pelletpreisen verkürzt sich diese Zeit.

CO2-Abgabe auf Heizöl steigt weiter

Die nationale CO2-Bepreisung auf Heizöl liegt 2026 bei 55 Euro pro Tonne CO2. Bei 1.800 Litern Jahresverbrauch sind das rund 250 Euro zusätzliche Abgabe pro Jahr, Tendenz steigend. Pellets sind davon ausgenommen.

6 CO2-Bilanz: Fossiler Brennstoff gegen biogenen Kreislauf

Beim Klimaschutz liegen Pellets klar vorn. Heizöl EL gibt beim Verbrennen rund 268 g CO2 pro kWh frei. Diese Emissionen stammen aus Kohlenstoff, der über Jahrmillionen im Erdreich gebunden war – der Atmosphäre also neu zugeführt wird.

Brennstoff CO2 pro kWh CO2 pro Jahr (18.000 kWh) Einordnung
Heizöl EL 268 g 4.824 kg fossil, kein GEG-konform
Holzpellets ENplus A1 biogen (~23 g)* ~414 kg* GEG-konform, EE-Klasse

* Biogene Emissionen nach EN 16485: Der CO2-Ausstoss bei der Verbrennung gilt als CO2-neutral im Sinne des IPCC, da das CO2 beim Baumwachstum aus der Atmosphäre aufgenommen wurde. Der Wert von ca. 23 g/kWh umfasst Transportemissionen und Verarbeitungsenergie (Vorkette).

Ein Durchschnittshaushalt mit Ölheizung emittiert durch das Heizen rund 4,8 Tonnen CO2 pro Jahr. Mit einer Pelletheizung aus zertifiziert nachhaltiger Forstwirtschaft (PEFC, FSC) reduziert sich dieser Wert auf unter 500 kg, also um mehr als 90 %.

Voraussetzung für die gute Bilanz: Die Pellets müssen aus regionaler Produktion stammen (kurze Transportwege) und ENplus A1 zertifiziert sein. Importpellets mit langen Seewegen verschlechtern die Vorkettenbilanz. Achten Sie beim Kauf auf das Herkunftsland.

7 Lagerung und Platzbedarf im Vergleich

Beide Heizformen brauchen Lagerkapazität. Die Anforderungen unterscheiden sich aber deutlich.

Heizöl-Tank

  • Erdtank oder Kellertank aus Kunststoff oder Stahl
  • Typische Größe: 2.000–10.000 Liter
  • Platzbedarf: 2–4 m² Grundfläche
  • Kosten Tank: 1.000–3.000 Euro
  • Geruchsbelastung möglich
  • Dichtheitsprüfung alle 5 Jahre Pflicht

Pellet-Lager

  • Kellerraum, Gewebesack (Big Bag) oder Erdtank
  • Schüttdichte ca. 650 kg/m³
  • Für 6 t Jahresbedarf: 9–10 m³ Volumen
  • Kellerraum ca. 10–15 m² Grundfläche
  • Befüllung per Einblasschlauch (max. 30 m)
  • Trocken halten ist Pflicht (max. 65 % rel. Luftfeuchte)

Der höhere Platzbedarf bei Pellets ist ein echter Nachteil bei beengten Grundrissen. Wer keinen geeigneten Keller hat, kann auf einen Erdtank aus Kunststoff zurückgreifen oder Sackware in kleinen Mengen kaufen – zu höheren Preisen. Für viele Altbauten mit vorhandenem Heizöltank ist der Umbau zum Pelletlager technisch machbar: Der Raum muss trockengelegt und mit Einblasstutzen versehen werden, der Aufwand liegt bei 1.500–3.000 Euro.

8 BAFA-Förderung 2026: Bis zu 70 % für Pelletheizungen

Der Staat fördert den Umstieg auf Pelletheizungen über die Bundesförderung für effiziente Gebäude Einzelmaßnahmen (BEG EM), administriert von der KfW. Für Ölheizungen gibt es keine staatliche Förderung.

Förderkomponente Höhe Voraussetzung
Grundförderung 30 % Jeder selbst genutzter Altbau
Klima-Schnelligkeitsbonus + 20 % Austausch einer funktionstüchtigen Öl-/Gasheizung bis 2028
Einkommensbonus + 30 % Zu versteuerndes Haushaltseinkommen unter 40.000 €
Maximale Förderung 70 % Max. 23.500 € pro Wohneinheit (Biomasse)
Emissionsminderungszuschlag + 2.500 € Pelletkessel mit Partikelabscheider (Feinstaubfilter)

So stellen Sie den Antrag – Schritt für Schritt

  1. 1Energieeffizienz-Experten (EEE) beauftragen und Technische Projektbeschreibung (TPB) erstellen lassen
  2. 2Antrag im KfW-Portal stellen – vor Beginn der Maßnahme
  3. 3Fachhandwerker beauftragen und Anlage installieren lassen
  4. 4Verwendungsnachweis einreichen und Auszahlung erhalten

Wichtig: Die Anlage darf erst nach Antragstellung bestellt werden. Ausnahme: Sie haben eine aufschiebende und auflösende Bedingung im Vertrag verankert.

Die BEG EM kann mit anderen Förderprogrammen kombiniert werden. Mehrere Bundesländer und Stadtwerke bieten eigene Zuschüsse, die zusätzlich zum BAFA-Zuschuss genutzt werden können. Eine steuerliche Förderung nach § 35c EStG ist mit der BEG EM nicht kombinierbar – wählen Sie denjenigen Weg, der für Ihre Situation günstiger ist.

9 Umstieg von Öl auf Pellets: Ablauf, Kosten, Zeitplan

Der Umstieg von einer Ölheizung auf eine Pelletheizung ist für die meisten Bestandsgebäude technisch machbar. Beide Systeme arbeiten mit hohen Vorlauftemperaturen (60–80 °C) und lassen sich an vorhandene Heizkörper anschließen, ohne dass eine aufwendige Sanierung der Wärmeverteilung nötig ist.

1

Energieberatung und Planung (2–4 Wochen)

Ein zertifizierter Energieberater prüft den Wärmebedarf, dimensioniert den Kessel und plant das Pelletlager. Kosten: 500–1.500 Euro, zu 80 % über BAFA-Energieberatung förderbar.

2

Förderantrag stellen (1–2 Wochen)

Antrag über das KfW-Portal einreichen. Die Bestätigung zum Antrag (BzA) erhalten Sie sofort digital – erst dann darf die Anlage bestellt werden.

3

Umbau des Lagerraums (1–3 Tage)

Der frühere Öltankraum wird als Pelletlager vorbereitet: Abschleifen der Wände, Abdichten, Einbau von Einblasstutzen und Absaugöffnung. Kosten: 1.500–3.000 Euro.

4

Installation Kessel und Pufferspeicher (2–3 Tage)

Der Installateur entfernt den alten Ölkessel, installiert den Pelletkessel, den Pufferspeicher (Pflicht: min. 30 L/kW Kesselleistung) und die Förderschnecke. Der Schornsteinfeger prüft den Kaminanschluss.

5

Inbetriebnahme und Erstbefüllung (1 Tag)

Pelletlieferung und Einblasen ins Lager. Ersteinstellung des Kessels durch den Kundendienst. Anmeldung beim Bezirksschornsteinfeger.

Kostenposition beim Umstieg Kosten brutto Förderbar
Pelletkessel + Einbau12.000–18.000 €Ja (BEG EM)
Pufferspeicher1.500–3.000 €Ja (BEG EM)
Lagerumbau1.500–3.000 €Ja (BEG EM)
Förderschnecke / Gebläse500–1.500 €Ja (BEG EM)
Altkessel-Entsorgung200–500 €Nein
Energieberatung (EEE)500–1.500 €Ja (BEG EBW)
Gesamtkosten (brutto)16.200–27.500 €bis 70 % förderbar

Gesamtvergleich auf einen Blick

Kriterium Heizöl EL Holzpellets A1
Heizwert 10 kWh/L 4,9–5,1 kWh/kg
Preis pro kWh (2026) 0,10–0,12 € 0,06–0,08 €
Jahreskosten (18.000 kWh) ca. 1.980–2.160 € ca. 1.080–1.440 €
Investitionskosten 7.000–13.000 € 16.000–27.500 €
Nach Förderung (40 %) keine Förderung 9.600–16.500 €
CO2 pro kWh 268 g biogen (~23 g)*
CO2-Abgabe 55 €/t CO2 (2026) keine
GEG-konform ab 2026 Nein (Neubau verboten) Ja
Preisstabilität niedrig (Ölmarkt) mittel-hoch
Platzbedarf Lager 2–4 m² 10–15 m²
Wartungskosten / Jahr 150–250 € 200–350 €

Häufige Fragen

Wie viel günstiger ist Heizen mit Pellets gegenüber Heizöl?
Im Jahr 2026 kostet eine Kilowattstunde Wärme aus Holzpellets etwa 0,06–0,08 Euro. Mit Heizöl EL zahlen Sie 0,10–0,12 Euro pro kWh. Das sind beim Jahresverbrauch eines 150-m²-Hauses (18.000 kWh Nutzwärme) rund 400–700 Euro weniger pro Jahr mit Pellets.
Wie viel Pellets brauche ich statt 3.000 Liter Heizöl?
3.000 Liter Heizöl EL liefern rund 30.000 kWh Energie (Heizwert 10 kWh/L). Pellets liefern 4,9–5,1 kWh pro Kilogramm. Bei gleichem Wärmebedarf benötigen Sie daher etwa 5.900–6.100 kg (ca. 6 Tonnen) ENplus-A1-Pellets, sofern beide Heizungen vergleichbare Wirkungsgrade haben.
Wie hoch ist die BAFA-Förderung für eine Pelletheizung 2026?
Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM) erhalten Sie eine Grundförderung von 30 % der förderfähigen Investitionskosten. Mit Einkommensbonus (Haushaltseinkommen unter 40.000 Euro) und Klimaschnelligkeitsbonus steigt die Förderung auf bis zu 70 %. Der maximale Förderbetrag liegt bei 23.500 Euro pro Wohneinheit für Biomasse-Heizungen. Zusätzlich gibt es einen Emissionsminderungszuschlag von pauschal 2.500 Euro bei Pelletkesseln mit Partikelabscheider.
Wann amortisiert sich eine Pelletheizung gegenüber einer Ölheizung?
Bei einer Netto-Mehrkosten nach Förderung von rund 3.000 Euro und einer jährlichen Einsparung von 650 Euro ergibt sich eine Amortisationszeit von knapp 5 Jahren. Wer keine Förderung erhält oder in Vollkosten rechnet (Mehrkosten 8.000–15.000 Euro), kommt auf 10–20 Jahre. Bei weiter steigenden CO2-Abgaben auf Heizöl verkürzt sich diese Zeit.
Wie viel Platz braucht ein Pelletlager?
Für einen Jahresbedarf von 6 Tonnen Pellets benötigen Sie ein Lagervolumen von etwa 9–10 m³ (Schüttdichte ca. 650 kg/m³). In der Praxis werden Lagerräume von 10–15 m² Grundfläche empfohlen, damit der Tank ganzjährig befüllt werden kann. Alternativ gibt es Gewebesäcke (Big Bags) oder Kellerlager, die mit Einblasstutzen befüllt werden.
Darf ich 2026 noch eine neue Ölheizung einbauen?
Ab 2026 ist der Einbau einer neuen Ölheizung in Deutschland nur noch in Ausnahmefällen erlaubt, wenn am Standort keine klimafreundlichere Alternative technisch möglich ist. Bestehende Ölheizungen dürfen grundsätzlich weiterbetrieben werden. Konstanttemperaturkessel ab 30 Jahren Alter müssen laut GEG ausgetauscht werden. Ab 2045 ist Heizen mit fossilen Brennstoffen generell verboten. Alle GEG-Regelungen für Ölheizungsbesitzer erklärt der Ratgeber GEG 2026: Was Ölheizungsbesitzer wissen müssen.
Was ist ENplus A1 und warum ist die Zertifizierung wichtig?
ENplus A1 ist die höchste Qualitätsstufe für Holzpellets nach EN ISO 17225-2. Sie definiert den Heizwert (mindestens 16,5 MJ/kg), den Wassergehalt (maximal 10 %) und den Aschegehalt (maximal 0,7 %). A1-Pellets erzeugen weniger Asche und Feinstaub, was Wartungsintervalle verlängert. Für die BAFA-Förderung sind zertifizierte Pellets Pflicht.
Welche Wartungskosten entstehen bei einer Pelletheizung?
Die jährlichen Wartungskosten einer Pelletheizung liegen bei 200–350 Euro. Dazu kommt die Ascheentsorgung (bei A1-Pellets sehr gering, ca. 1–2 kg Asche pro 100 kg Pellets) und gelegentliche Reinigung des Brenners. Eine Ölheizung ist mit 150–250 Euro pro Jahr etwas günstiger in der Wartung, verursacht aber höhere Brennstoffkosten.

Fazit: Pellets oder Heizöl – was passt 2026?

Wer 2026 eine neue Heizung braucht, hat bei Öl in den meisten Fällen keine Wahl mehr: Der Einbau neuer Ölkessel ist weitgehend verboten. Für alle, die eine alte Ölheizung ersetzen oder einen mittleren bis hohen Wärmebedarf haben, ist eine Pelletheizung eine technisch ausgereifte und wirtschaftlich konkurrenzfähige Option.

Die Brennstoffkosten liegen bei Pellets dauerhaft 30–40 % unter dem Heizölniveau. Der Investitionsnachteil (10.000–15.000 Euro Mehrkosten vor Förderung) schrumpft mit den BAFA-Zuschüssen auf 3.000–8.000 Euro, sodass die Amortisationszeit auf 5–12 Jahre sinkt.

Pellets eignen sich vor allem für Altbauten mit hohem Wärmebedarf und ausreichend Kellerraum. Für gut gedämmte Neubauten oder Häuser ohne Keller ist oft eine Wärmepumpe die wirtschaftlichere Lösung.

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